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Wild- und Honigbienen sowie eine Vielzahl an Insekten sind extrem wichtig für die Erhaltung der Artenvielfalt. Ganze 80 Prozent aller Wild- und Nutzpflanzen in Deutschland sind dabei explizit auf die Bestäubungsleistung angewiesen.
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In Deutschland gibt es ca. 585 verschiedene Wildbienenarten. Einige Pflanzen können sich nur durch die Bestäubung einer bestimmten Bienenart fortpflanzen. Doch besonders die Wildbienen sind gefährdet. 39 Arten gelten bereits als verschollen. Weitere 109 Arten sind vom Aussterben bedroht oder gefährdet. Die Hauptgründe für den Artenrückgang sind Monokulturen, Pestizideinsatz, fehlende Blühwiesen und die Versiegelung von Vorgärten und Flächen generell.
Der volkswirtschaftliche Nutzen von Insekten ist immens. Allein die Bestäubungsarbeit lässt sich laut Forschenden der Uni Hohenheim mit im Mittel 3.8 Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland beziffern. Weltweit sind es sogar eine Billion Euro. Das entspricht etwa einem Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft.
Zwei Drittel aller Obstsorten weltweit sind bei der Bestäubung auf Insekten angewiesen. Getreidearten wie Weizen oder Gerste hingegen sind Wind- und Selbstbestäuber und benötigen keine Fremdbestäubung.
In einigen Gebieten auf der Welt ist die Zahl der Insekten so stark zurückgegangen, dass dort manuell bestäubt werden muss. Menschen verrichten dann die Arbeit von Insekten indem sie mit Wattestäbchen die Blüten künstlich bestäuben. Das wird beispielsweise in China praktiziert und kostet jetzt schon immense Summen.
Honig (lateinisch und apothekersprachlich Mel) ist ein von Honigbienen zur eigenen Nahrungsvorsorge erzeugtes und vom Menschen genutztes Lebensmittel aus dem Nektar von Blüten oder den zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukten verschiedener Insekten, dem sogenannten Honigtau.
Die Entstehung von Honig besteht aus der Honigbereitung und der anschließenden Honigreifung. Wichtigster Ausgangsstoff für die Honigbereitung ist Nektar – ein zuckerhaltiger Saft, den Blütenpflanzen aus ihren Nektarien abscheiden. Als weitere wesentliche Quelle kommt in einigen, hauptsächlich gemäßigten Klimaregionen der Erde Honigtau hinzu, der insbesondere dann in großen Mengen zur Verfügung steht, wenn es zu einer der wiederkehrenden Massenvermehrungen verschiedener Blattläuse und Schildläuse kommt. Waldhonig wird beispielsweise überwiegend aus den Ausscheidungen von Baumläusen produziert. Seltener spielen auch extraflorale Nektarien (außerhalb von Blüten) eine Rolle, zum Beispiel die Pflanzensaftabsonderung aus der Blattachsel beim Mais.
Bienenwachs (lateinisch Cera „Wachs“ und genauer Cera flava „gelbes Wachs“) ist ein von Honigbienen abgesondertes Wachs, das von ihnen zum Bau der Bienenwaben genutzt wird.
Der britische Mediziner John Hunter hatte herausgefunden, dass Bienenwachs nicht von den Bienen gesammelt, sondern von diesen abgesondert wird.
Die von den Honigbienen aus Wachsdrüsen ausgeschwitzten Wachsplättchen haben ursprünglich eine weiße Farbe. Dieses helle Wachs wurde früher auch cera virginea (Jungfrauenwachs) genannt. Die gelbe Färbung entsteht durch die Aufnahme des Pollenöls als Inhaltsstoff des Blütenpollens, das wiederum den Naturfarbstoff Carotin enthält. Gereinigt und weiß gebleicht kommt es als Cera alba (weißes Wachs) in den Handel.
Die Propolis, auch Vorstoß, Stopfwachs, Bienenharz, Bienenleim, Bienenkittharz, Kittharz oder Kittwachs genannt, ist eine von Bienen hergestellte harzartige Masse mit antibiotischer, antiviraler und antimykotischer Wirkung.
Propolis ist ein Gemisch aus vielen unterschiedlichen Stoffen, deren Zusammensetzung stark variieren kann.
Da die Insekten in einem Bienenstock auf engem Raum bei etwa 35 °C und hoher Luftfeuchtigkeit zusammenleben, herrschen dort ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Krankheiten. Deshalb dient Propolis den Bienen zum Abdichten von kleinen Öffnungen, Spalten und Ritzen sowie gleichzeitig dazu, in den Stock eingeschleppte oder vorhandene Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen in ihrer Entwicklung zu hemmen oder abzutöten.
Hierzu werden verschiedene Oberflächen, wie beispielsweise das Innere der Wabenzellen für die Brut, mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen. Im Bienenstock vorhandene, von den Bienen nicht entfernbare Fremdkörper oder Unrat werden ebenfalls mit diesem Stoff abgekapselt.