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A

  • Amerikanische Faulbrut
    Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine bakterielle Brutkrankheit der Honigbienen. Die durch das sporenbildende, grampositive, stäbchenförmige Bakterium Paenibacillus larvae (Familie Paenibacillaceae) ausgelöste Tierseuche ist auch als Bösartige Faulbrut bekannt, in Abgrenzung zur harmloseren Europäischen Faulbrut. Die Amerikanische Faulbrut ist in Deutschland und Österreich anzeigepflichtig und in der Schweiz meldepflichtig. 
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B

  • Bienen
    Die Bienen (Apiformes oder Anthophila) sind eine Insektengruppe, in der mehrere Familien der Hautflügler (Hymenoptera) zusammengefasst werden. Umgangssprachlich wird der Begriff Biene meist auf eine einzelne Art, die Westliche Honigbiene (Apis mellifera), reduziert, die wegen ihrer Bedeutung als staatenbildender Honigproduzent, aber auch wegen ihrer Wehrhaftigkeit besondere Aufmerksamkeit erfährt. Dabei handelt es sich bei den Bienen um eine recht große Gruppe mit sehr unterschiedlichen Arten. Viele davon, vor allem die solitär lebenden, werden unter dem Begriff Wildbienen zusammengefasst.
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  • Bienenkiste
    Die Bienenkiste ist eine Bienenbeute in der Form einer Horizontalbeute, die von Erhard Maria Klein und Thomas Radetzki als Weiterentwicklung des Krainer Bauernstocks entwickelt wurde. Das Hauptmerkmal dieser flachen Bienenbeute ist sein abnehmbares Boden- und Rückbrettbrett um so eine Inspektion und Varroabehandlung des Bienenvolkes durchführen zu können. Die Innenmaße betragen ca. 100 × 43 × 21 cm. Das Wabenwerk wird durch die Bienen im Naturwabenbau als Stabilbau errichtet. Im hinteren Drittel können Waben zur Honigernte entnommen werden. Die Bienenkiste wurde 2009 als Konzept der wesensgemäßen Bienenhaltung vorgestellt, das Menschen ermöglichen soll, mit wenig Aufwand Bienen zu halten und Honig zur Selbstversorgung zu gewinnen. Die Betriebsweise orientiert sich eng an der natürlichen saisonal bedingten Entwicklung des Bienenvolks, die durch den Imker fürsorglich begleitet wird. Die Vermehrung geschieht über den natürlichen Schwarmtrieb und es werden nur die Honigüberschüsse geerntet.
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C

  • Chitin
    Chitin (griechisch chitón, deutsch ‚Hülle/Panzer‘) ist neben Cellulose das am weitesten verbreitete Biomolekül. Es dient der Strukturbildung. Chitin ist wie auch die Cellulose ein Polysaccharid; es unterscheidet sich von ihr durch eine Acetamidgruppe. Bei Gliederfüßern ist es Hauptbestandteil des Exoskeletts. Im Tierreich ist Chitin, in Verbindung mit Protein und Calciumcarbonat, weit verbreitet als Bestandteil im Exoskelett vieler Gliederfüßer, vor allem der Klassen (und Überklassen) der Insekten (hier: auch Bienen), Spinnentiere, Tausendfüßer und Krebstiere. 
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D

  • Dathepfeife
    Obwohl er zu Lebzeiten weit über Eystrup, auch über Deutschland hinaus, bekannt war, dürften ihn nur die wenigsten Eystruper kennen oder schon einmal etwas von ihm gehört haben. Gustav Dathe zählte ebenso wie später sein Sohn Rudolf zu den erfolgreichsten und bekanntesten Bienenzucht- und Imkereiexperten seiner Zeit. Er gründete und leitete in Eystrup die einzige Imkerschule des Deutschen Reiches. Außerdem entwickelte er nicht nur zahlreiches praktisches Zubehör für die Imkerei, wie z.B. die bekannte Imker-Pfeife, die nach ihm benannte wurde und bis heute von den Imkern verwendet wird, sondern auch den Dathe-Stock, eine Weiterentwicklung des Berlepsch-Ständers mit dem Dathe-Rähmchen, der bald große Beachtung fand. 1880 wurde das Dathe-Rähmchen mit den Maßen 36 Zentimeter hoch und 22,2 Zentimeter breit als Normalmaß angenommen. Weitere Erfindungen Dathes sind seine Schneideform und seine Wabenzange. Außerdem verfasste er ein "Lehrbuch der Bienenzucht" und eine Anleitung zur Bienenzucht.
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  • Dipteren
    Insekten mit zwei Flügelpaaren werden als Dipteren bezeichnet. Zu den Zweiflüglern gehören Mücken, Fliegen, aber auch Bienen. Dabei ist es unerheblich, ob beide Flügelpaare noch aktiv genutzt werden. Bei Mücken und Fliegen beispielsweise sind die hinteren Flügelpaare zurückgebildet.
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E

  • Ecdyson
    Das Hormon Ecdyson steuert die Häutung und Verpuppung der Bienen. Gebildet wird es in der Thoraxdrüse der Larve.
  • Ei
    Das erste Stadium der Entwicklung bei Honigbienen ist das Ei. Es entstammt der Bienenkönigin. Sie legt das reife Ei in ein leeres Wabenkästchen ab und klebt es am Boden der Wabe fest. Zu diesem Zeitpunkt ist das Ei etwa 1,3 bis 1,8 Millimeter groß und wiegt 0,3 Milligramm. Nach drei Tagen etwa entwickelt sich daraus das zweite Entwicklungsstadium, die Rundmade. Bis zu seiner Verpuppung wird die Larve von Arbeiterinnen oder Pflegebienen betreut.
  • Endokrine Drüsen
    Man unterscheidet zwischen endokrinen und exokrinen Drüsen. Endokrine Drüsen sind Drüsen, deren Sekrete im Körperinneren abgegeben werden. Exokrine Drüsen hingegen verfügen über einen Drüsenausgang nach außen.
  • Enzyme
    Enzyme spielen bei der Honigherstellung eine sehr große Rolle. Die Enzyme werden in den Drüsen der Bienen gebildet. Für die Bereitung von Honig sind insbesondere drei Enzyme wichtig: Glycosidase, Amylase und Glucoseoxidase. 
  • Ernährung
    Bienen sind Vegetarierinnen. Anders als vermutet, machen sie auch nicht wilden Bienen Nahrung und Lebensraum streitig. Sie besuchen keine einzeln stehenden Blühpflanzen, sondern lediglich große Blütenareale, die als Nahrungsquelle für einen großen Bienenstock ausreichen (siehe auch „Tracht“). 
  • Europäische Faulbrut
    Anders als die Amerikanischen Faulbrut handelt es sich bei der Europäischen Faulbrut um eine meist gut verlaufende Erkrankung. Die Krankheit wird von Bakterien verursacht.
  • Exine
    Der Pollen wird durch eine zweischichtige Wand geschützt. Schließlich ist er ein Transportmittel für das wertvolle Erbgut einer Pflanze. Die Innenwand wird aus Kohlenhydraten gebildet. Sie wird auch Intine genannt. Die Außenwand, die Exine, besteht hingegen aus einem Biopolymer, das sehr widerstandsfähig ist.
  • Exkretionsorgan
    Die Exkretionsorgane einer Biene übernehmen die Aufgabe, die Harnsäure an den Darm abzugeben. In gewisser Weise sind sie vergleichbar mit den menschlichen Nieren. Die Exkretionsorgane der Biene werden auch malpighische Gefäße genannt (siehe auch „Malpighische Gefäße“).

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F

  • Facettenaugen
    Die Facettenaugen der Biene bestehen aus mehreren Einzelaugen. Sie sind spezialisiert auf die Wahrnehmung von Bewegungen (siehe auch „Augen“).
  • Farbmal
    Woran erkennen die Bienen, ob eine Blüte Nektar oder Pollen trägt? An ihrem Farbmal. Als solches wird eine bestimmte Zeichnung oder Färbung der Kronblätter bezeichnet, mit Hilfe derer die Pflanze den Bestäubern signalisiert, dass sie Pollenvorräte beherbergt.
  • Faulbrut
    Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine meldepflichtige Bienenkrankheit, die als Seuche eingestuft ist. Ihre europäische Variante verläuft allerdings meist gutartig. (siehe auch „Amerikanische Faulbrut“, „Europäische Faulbrut“).
  • Fermente
    Die Enzyme, also diejenigen Eiweiße, die im Körper als Katalysatoren fungieren, werden auch Fermente genannt (siehe auch „Enzyme“). Sie sind wichtig für den Körperbau und die Verdauung, aber auch für die Bereitstellung von Energie für alle Prozesse, die im Körper der Biene ablaufen.
  • Fettkörper
    Der Fettkörper ist das Speicherorgan der Insekten, in dem Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette gelagert werden. Der Fettkörper kann auch selbst Stoffe synthetisieren, zum Beispiel kann er aus Zucker Fette aufbauen. Er ist auch für die Produktion des Bienenwachses verantwortlich. Am ehesten kann man ihn mit der menschlichen Leber vergleichen.
  • Flavonoide
    Unter den Pflanzenfarbstoffen sind die Flavonoide die bekanntesten. Flavonoide sind vor allem in Propolis enthalten. Sie gelten als besonders gesund, können sie doch Entzündungen und Allergien oder Schmerzen positiv beeinflussen. Sie gelten zudem als Krampflöser. Ein Teil der Flavonoide gilt sogar als Antioxidantien. Im Honig und in Propolis sind besonders viele Flavonoide enthalten. Sie sind es auch, die für die typische Honigfarbe sorgen.
  • Flügel
    Die durchscheinenden zarten Flügel der Biene bestehen aus Chitin (siehe auch „Chitin“). Dadurch sind sie leicht und beweglich und dennoch sehr widerstandsfähig. Bewegt werden die Flügel der Biene durch ihre Brustmuskulatur.
  • Flugbiene
    Die Arbeiterinnen unter den Bienen sind abhängig vom Alter und vom Bedarf des Bienenvolkes zuerst im Bienenstock tätig. Erst in der zweiten Lebenshälfte werden sie als Sammelbienen oder Flugbienen eingesetzt. Flugbienen sind für das Sammeln von Pollen und Nektar verantwortlich. Sie tragen aber auch Wasser in den Bienenstock.
  • Flugloch
    Die Ein- und Ausflugschneise zum Bienenstock bezeichnet man als Flugloch. Das Flugloch ist durchgängig geöffnet. An der Größe des Flugloches lässt sich unter anderem die Größe des Bienenvolkes feststellen. Im Winter, bei schlechtem Wetter oder im Falle einer Gefahr, dass andere Tiere dort eindringen, verkleinert der Imker das Flugloch mit einem Keil.
  • Flugmuskulatur
    Die Muskeln für den Flügelschlag sind in der Brust der Biene angesiedelt. Hier, im Thorax, nehmen sie den größten Raum ein. Die Flugmuskulatur hat einen besonders hohen Sauerstoffbedarf. Der Sauerstoff wird daher besonders dosiert durch die hauchfeinen Verästelung der Tracheen zugeführt.
  • Frischpollen
    Der Frischpollen ist der frische Pollen, der von den Sammel- oder Flugbienen mit in den Stock gebracht wird. Zur Entnahme des Frischpollens führt der Imker die Bienen bei der Ankunft am Flugloch über ein kleinmaschiges Gitter, in dem ein Teil des Pollens hängen bleibt. Pollen gelten als besonders nahrhaft und sind sehr gesund. Auch sie enthalten die wertvollen Flavonoide (siehe auch „Flavonoide“).
  • Frühtracht
    Die Tracht umfasst das gesamte Nahrungsangebot der Bienen an Nektar, Pollen und Honigtau. Die Frühtracht ist die Tracht, die zur ersten Honigernte eines Jahres führt. Neben der Frühtracht gibt es auch noch die Sommertracht und die Spättracht.
  • Fruktomaltose
    Sie ist eine Fruktose-Glukose-Glukose Kombination, die insbesondere in Honigtau vorkommt.
  • Fruktose
    Einkettige Zucker, also Monosaccharide, werden auch als Fruktose oder Fruchtzucker bezeichnet. Er ist der Zucker unter den natürlichen Zuckervorkommen, der am süßesten ist. In hoher Konzentration ist er zum Beispiel im Honig enthalten.
  • Fühler
    Der Fühler der Biene wird in der Biologie auch Antenne genannt. Hier sind ein Großteil der Sinnesorgane und Sinneszellen untergebracht. Jedes Insekt verfügt über paarige Antennen. Die Fühler der Biene bestehen aus Schaft, Wendeglied und zehn bis elf Geisselgliedern. Arbeiterinnen und Königin besitzen zehn Geisselglieder, Drohnen elf. In den Fühler befinden sich auch der Geruchssinn und der Tastsinn. Je nach Aufgabenbereich der Biene unterscheiden sich die Fühler.
  • Futterkranzprobe
    Wenn der Imker nach dem Winter im Frühling erstmals wieder die Beute öffnet, um nachzusehen, wie sein Bienenvolk den Winter überstanden hat, entnimmt er in der Regel auch eine Futterkranzprobe. Als solche wird eine Honigprobe bezeichnet, die im Labor auf etwaige Erkrankungen und Parasiten untersucht wird. Dazu werden die Sporen im Honig analysiert (siehe auch „Faulbrut“).
  • Futtersaft
    Der Futtersaft ist besonders reich an Energie und Eiweißstoffen. Die Ammenbienen bilden den Futtersaft in ihren Drüsen und verfüttern ihn dann an die Larven beziehungsweise an die Königin. Der Futtersaft für die Bienenkönigin unterscheidet sich von dem für die Larven allerdings durch seine Zusammensetzung. Das Gelée Royale ist die wertvollste Nahrung, quasi die Muttermilch der Ammenbiene. Mit ihm wird die Königin zeit ihres Lebens ernährt.
  • Futtersaftdrüse
    Die Drüsen, die den wertvollen Futtersaft bilden, sitzen im Kopf der Arbeiterbiene. Nur die Arbeiterinnen sind in der Lage dazu, dieses Drüsensekret zu bilden. Das Sekret fließt direkt in den Mund der Biene, wo es mit Zucker aus der Honigblase oder dem Sekret der Mandibeldrüse angereichert wird. Die Aktivität der Drüsen ist hormongesteuert und lässt sich auch bei Bedarf reaktivieren.
  • Futterteig
    Die Honigvorräte legt das Bienenvolk für den Winter an. Werden sie vom Imker entnommen, so müssen sie durch Ersatznahrung wie den Futterteig oder Flüssigzucker ersetzt werden. Die Bienen nutzen diese Wintereinfütterung dann erneut dazu, um Nahrungsvorräte anzulegen. Honig wird allerdings keiner mehr gebildet. Dazu fehlen Nektar und Honigtau (siehe auch „Wintereinfütterung“).

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G

  • Gattung
    Die Gattung ist der Oberbegriff für nah verwandte Arten. Der Gattungsname ist daher auch immer Bestandteil der Artenbezeichnung. So ist Apis die Gattung, Apis mellifera die Art der Honigbiene. Mehrere Gattungen werden wiederum zu Familien zusammengefasst.

  • Ganglion
    Ganglien sind Knoten in den Nervensträngen der Biene. Hier befinden sich besonders viele Nervenzellen. Da die Ganglien bei den Bienen sehr regelmäßig angeordnet sind, spricht man auch von einem Strickleiternervensystem (siehe auch „Strickleiternervensystem“).
  • Gelée Royale
    Der Weiselfuttersaft, das Kopfdrüsensekret oder Gelée royale ist ein besonders nahrhafter Saft, mit dem die Königin und die Maden in den ersten drei Tagen gefüttert werden. Gebildet wird er von den Ammenbienen, also den jungen Arbeiterinnen, die das Sekret aus den Kopfspeicheldrüsen mit dem Mandibelsekret vermischen. Gegebenenfalls setzen sie dem Saft auch noch Zucker aus der Honigblase zu (siehe auch „Futtersaftdrüse“).
  • Gemüll
    Das Gemüll enthält alles, was sich auf der Bodenplatte der Beute ansammelt. Abfälle ebenso wie Wachsreste, Stücke von Propolis oder auch Milben. Als Indikator für den Gesundheitszustand der Bienen ist das Gemüll sehr aufschlussreich. Der Imker sollte es deshalb genau durchsuchen, bevor es von den Bienen entfernt wird.
  • Geruchssinn
    Den besten Geruchssinn unter den Bienen haben die Drohnen. Ihre Geisseln enhalten besonders viele Riech-, Poren- und Membranplatten. Man schätzt, dass es etwa 30.000 sind. Eine Arbeitsbiene hingegen verfügt nur über circa 6.000 Riechplatten.
  • Geschlechtsorgan
    Die Geschlechtsorgane der Biene befinden sich in ihrem Hinterleib. Sie bestehen aus den Eierstöcken, den Eileitern und der Vagina. Die Bienenkönigin verfügt darüber hinaus über einen speziellen Spermienvorrat in der Samenblase. Der Geschlechtsapparat des Drohns besteht aus Hoden, Samenleitern und Penis. Nach der Begattung stirbt der Drohn an Haemolymph-Mangel. Für den Begattungsprozess hat er seine gesamte Körperflüssigkeit verwenden müssen. 
  • Giftblase
    Im Hinterleib liegt die Giftblase der Bienen. Hier wird das Bienengift gespeichert. Nur Arbeiterinnen und Königin haben eine Giftdrüse und eine Giftblase, Drohnen haben keine (siehe auch „Giftdrüse“). Bei der Königin hat sich aber zugunsten des Eierlegens der Stachelapparat zurückgebildet. 
  • Giftdrüse
    Die ausgewachsene Biene produziert das Bienengift in der Giftdrüse am Hinterleib. Ist das Gift erst einmal gebildet, wird es in der Giftblase bis zu seinem Einsatz gelagert. Rechtzeitig zu ihrer Aufgabe als Wächterin des Bienenstocks ist die Giftblase der Arbeiterbiene gefüllt. Die Blase kann nicht nachgefüllt werden. Jeder Biene steht nur der einmalige Vorrat an Gift, das sind etwa 0,1 Milligramm, zur Verfügung. In Osteuropa und Asien wird das Bienengift für die pharmazeutische Industrie gezielt entnommen. Dazu werden leichte Stromstöße verabreicht, die die Bienen zur Giftabgabe anregen.
  • Glucoseoxidase
    Eines der drei Enzyme im Honig ist die Glucoseoxidase. Sie enthält ein Sauerstoffatom, das, wird es freigesetzt, desinfinzierend wirkt.
  • Glukose
    Die Glukose oder Dextrose ist ein Monosaccharid. In der Umgangssprache wird es auch Traubenzucker genannt. Für den Stoffwechsel spielt die Glukose eine herausragende Rolle. Sie stellt die meiste Energie für die Körperprozesse zur Verfügung. Andere Zucker werden daher häufig zu Glukose umgewandelt.

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H

  • Haemolymphe
    Im Gegensatz zum Menschen hat die Biene wie alle anderen Insekten auch einen offenen Kreislauf und anstelle von Blut die Haemolymphe. Durch das offene Kreislaufsystem sind Blut und Lymphe, also Gewebeflüssigkeit, nicht getrennt. Sie vermischen sich zur Haemolymphe. Die Haemolymphe transportiert Abbauprodukte und Nährstoffe an die malpighischen Gefäße beziehungsweise an den Organismus.
  • Häutung
    Die Bienenhaut ist quasi zugleich das Skelett. Es liegt außen und wird daher auch als Exoskelett bezeichnet. Da die Haut fest und unflexibel ist, kann sie nicht mitwachsen. In der Entwicklung der Biene findet daher in jedem Stadium eine Häutung statt, die den Übergang zum nächsten Entwicklungsstadium ermöglicht. Das Ei wird erst nach sechsmaliger Häutung zur flugfähigen Biene.
  • Haftfalte
    Die Haftfalte ist wie die Hakenreihe eine Besonderheit der Bienenflügel. Vorderflügel und Hinterflügel werden somit quasi nahtlos verbunden und bilden eine Einheit (siehe auch „Hakenreihe“).
  • Hakenreihe
    Hakenreihe und Hakenfalte verbinden die Vorderflügel der Biene mit ihren Hinterflügeln. Der Vorderflügel hakt sozusagen in den Hinterflügel ein. So bilden sie einen großen Gesamtflügel, der die Flugeigenschaften der Biene optimiert (siehe auch „Haftfalte“).
  • Hautflügler
    Die Biene zählt zu den Hymenoptera, den Hautflüglern. Zu ihnen gehören auch Ameisen und Wespen. Die Bezeichnung stammt von ihren zarten, transparenten Flügeln ab, die wie eine dünne Haut anmuten.
  • Herzschlauch
    Bienen haben ein offenes Kreislaufsystem. Ihr Herz schließt an den so genannten Herzschlauch an, der die Haemolymphe bis in den Kopf der Biene pumpt. Dort enden die Gefäße offen im Gewebe. Ist die Haemolypmphe dort angekommen, fließt sie über den Herzschlauch auf gleichem Wege wieder zurück ins Herz.
  • Hinterleib
    Der Hinterleib oder Abdomen der Biene beherbergt alle wichtigen Organe und Drüsen. Er ist so konstruiert, dass eine maximale Flexibilität und Beweglichkeit erreicht werden. Beim Stechen kann die Biene den Hinterleib blitzschnell krümmen. Die Kontraktion des Hinterleibs ist aber auch wichtig für die Funktion der Atmungsorgane, der Tracheen. Der Hinterleib funktioniert hierbei quasi als Blasebalg.
  • Histamin
    Histamin ist ein Bestandteil des Bienengifts. Dieses kleine Molekül wirkt lokal als Hormon. Wird es freigesetzt, führt dies zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Sie werden für Wasser durchlässig. Die Folge: die typische Hautschwellung nach einem Bienenstich.
  • HMF
    Ein Abbauprodukt, das sich im Honig oft nachweisen lässt, ist das Hydroxymethylfurfural HMF. Wird der Honig lange gelagert, so bildet es sich aus Zucker. Eine hohe Säure und warmes Wetter fördern die Entstehung von HMF. Hydroxymethylfurfural ist daher auch ein Indikator für eine Überlagerung beziehungsweise für eine zu hohe Lagertemperatur. Qualitätshonig weist nur einen geringen Gehalt an HMF auf.
  • Hobbock
    Ein Hobbock oder Honigeimer ist ein in der Regel aus Edelstahl gefertigter, luftdicht verschließender Eimer. Er ist etwa 50 cm hoch, hat einen Durchmesser von 30 cm und fasst 50 Kilogramm Honig. Unten, am Nullpunkt des Kessels hat er einen Auslasshahn, über den der Honig entnommen werden kann.
  • Hobbyimker
    Hobbyimker beginnen ihre Imkertätigkeit in der Regel mit zwei bis drei Bienenvölkern. Vier von fünf Imkern betreiben die Imkerei als Hobby, nur 20 Prozent sind Berufsimker. Sie haben eine dreijährige Ausbildung als Tierwirt – Fachrichtung Bienenhaltung absolviert. Hobbyimker kann eigentlich jeder werden. Es ist nicht viel, was man zum Start benötigt. Dazu kann man sich ganz einfach ein Bienenvolk oder mehrere Bienenvölker kaufen.
  • Honig
    Die Nahrungsreserve der Bienen ist der Honig. Er sorgt dafür, dass das Bienenvolk auch im Winter ausreichend Nahrung hat. Aus Nektar und Honigtau machen die Bienen den Honig. Dazu versetzen sie die Lösung mit Kohlenhydraten und anderen Stoffen, die dem Honig das Wasser entziehen. Honig ist ein reines Naturprodukt. Er besteht lediglich aus drei Substanzen: dem Nektar der Pflanzen, dem tierischen Honigtau und den von den Bienen zugesetzten Stoffen zur Verarbeitung.
  • Honigbereitung
    Die Biene bereitet den Honig in drei Schritten zu. Zuerst versetzt sie Nektar und Honigtau mit ihrem Speichel. Die Enzyme darin spalten die Zucker auf. Zuletzt wird dem Honig das Wasser entzogen. Er wird dickflüssig und zäh. Der Prozess der Honigbereitung beginnt bereits in der Sammelphase. Schon während der Nektaraufnahme werden Enzyme zugesetzt. In der Honigblase, wo die Vorräte während des Transportes zum Stock lagern, wird die Lösung außerdem weiterverarbeitet.
  • Honigbienen
    Apis mellifera, die Honigbiene ist die typische Bienenart in Europa. Tatsächlich aber gibt es mehrere Tausend unterschiedliche Arten unter den Bienen. Die Honigbiene wiederum lässt sich in verschiedene Rassen unterteilen, so zum Beispiel in Apis mellifera mellifera (die Dunkle Biene), Apis mellifera Ligustica (die italienische Biene), Apis mellifera caucasica (die Kaukasische Biene) und Apis mellifera Carnica (die Kärntner Biene).
  • Honigblase
    Die Sammelbienen sammeln Honigtau und Nektar. Bereits auf dem Flug zurück zum Bienenstock werden diese in der Honigblase verarbeitet. Hier beginnt bereits der Reifungsprozess. Im Bienenhaus angekommen, gibt die Sammelbiene den Inhalt der Honigblase dann an die Arbeitsbienen im Stock ab. Ein kleiner Teil davon dient auch zu ihrer eigenen Ernährung. Der ständige Austausch der Nahrung in der Honigblase unter den Bienen sorgt dafür, dass alle Bienen im Bienenstock über einen etwa gleich großen Vorrat an Nahrung verfügen.
  • Honigtau
    Honigtau ist ein Ausscheidungsprodukt. Blattläuse, Schildläuse und Zikaden sondern ihn ab. Für andere Insekten wiederum ist er wichtige Nahrung, so für Ameisen und Bienen. Der Honigtau ist sehr reich an Zucker. Er enthält unterschiedliche Monosaccharide, Oligosaccharide und die Dreifachzucker Melezitose, Erlose und Fructomaltose. Sie allein sind bereits für die Hälfte des Zuckergehalts im Honigtau verantwortlich.
  • Honigverordnung
    Die Honigverordnung stammt aus dem Jahr 2004. Sie regelt die Qualitätsanforderungen an Bienenhonig. So besagt sie unter anderem, dass dem Honig weder Stoffe zugesetzt noch entzogen werden dürfen. Lediglich eine Entnahme von Pollen ist erlaubt. Dann jedoch muss der Honig als „Gefilterter Honig“ gekennzeichnet werden.
  • Hyaluronidase
    Hyaluronidase ist ein Bestandteil des Bienengifts (siehe auch „Histamin“). Es ist ein allergen wirksames Enzym, das heißt, es kann eine Überempfindlichkeitsreaktion auslösen. Darüber hinaus verringert Hyaluronidase auch die Kittsubstanz des Bindegewebes. Ähnlich wie bei einem Verdauungsvorgang löst das Enzym dabei das Bindegewebe auf.
  • Hydroxymethylfurfural
    Hydroxymethylfurfural oder HMF ist ein Zucker Abbauprodukt. In Honig ist es nur in kleinen Mengen enthalten. Wurde der Honig jedoch falsch oder zu lange gelagert und hohen Temperaturen ausgesetzt, so steigt der Anteil an Hydroxymethylfurfural an. Erlaubt ist lediglich ein maximaler Anteil von 15 mg HMF in einem Kilogramm Honig.
  • Hymenoptere
    Der wissenschaftliche Begriff für Hautflügler ist Hymenoptere. Die Bienen zählen wie die Hummeln zu den Hymenopteren, zu den Insekten mit transparenten Flügelpaaren.
  • Hypopharynxdrüse
    Die Arbeiterinnen verfügen über spezielle Futtersaftdrüsen, die Hypopharynxdrüsen. Besonders stark ausgebildet sind sie bei den jungen Arbeitsbienen. Die Drüsen sind im Kopf der Biene angesiedelt. Sie bilden ein nahrhaftes Sekret, das direkt in den Mund der Biene fließt. Dieses Sekret aus Eiweißen, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen wird dann an die Königin und an die Brut verfüttert. Die Zusammensetzung unterscheidet sich dabei je nach Entwicklungsstadium der Larve. Für die Königin wird eine ganz besondere Mischung produziert, die über Hormone gesteuert wird.

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I

  • Imago
    Die ausgewachsene, geschlechtsreife Biene wird als Imago bezeichnet. Erst die Imago ist flugfähig. Die anderen Larvenstadien sind es noch nicht.
  • Imker
    Der Imker hält Bienen in einer Magazinbeute oder einem Bienenkorb, während der Zeidler ausschließlich mit Wildbienen arbeitet. Viele Imker betreiben neben der Bienenhaltung auch eine Bienenzucht.
  • Imkeranzug
    Bei der Arbeit trägt der Imker einen Schutzanzug, den Imkeranzug. Er besteht aus einer hellen Jacke und Hose mit anliegenden Bündchen. Dazu trägt der Imker einen weißen Hut mit Schleier und Imkerhandschuhe mit Stulpen. Manche Imker arbeiten mit sanftmütigen Bienen und lassen daher oft Handschuh und Schleier weg. Das funktioniert aber nicht immer. Trägt die Tracht keine Blüten, sind auch diese Bienen häufig aggressiv und greifen den Imker an. Es empfiehlt sich daher in solchen Situationen, bei der Arbeit den vollständigen Imkeranzug zu tragen.
  • Imkerei
    Die Imkerei ist ein sehr aufwändiges Hobby oder ein Vollzeitjob für den Berufsimker. Voraussetzung dafür ist immer eine enge Verbundenheit mit der Natur. Der Imker muss genau beobachten können und wissen, welche Tracht gerade blüht. Er muss die Temperaturen einschätzen können, um den Bienenstock gegebenenfalls zu schützen. Er muss Krankheiten bekämpfen und letztendlich den Honig machen. Zu jedem Zeitpunkt muss der Imker über die Größe, den Gesundheitszustand und den Ernährungszustand seines Bienenvolkes Bescheid wissen.
  • Imme
    Früher wurden Bienen auch als Immen bezeichnet. Heute wird der Begriff nur noch in der Biologie für die Taillenwespe verwendet.
  • Importhonig
    Importhonig enthält nicht nur oftmals Verunreinigungen. Bei ihm ließen sich auch bereits genveränderte Pollen nachweisen. Außerdem ist Importhonig häufig hoch erhitzt worden, damit er sich leichter abfüllen lässt. Hitzegeschädigte Honige erkennt man zum Beispiel daran, dass sie auch nach mehreren Wochen nicht auskristallisieren. Bei deutschen Honigen, die gemäß der Honigverordnung hergestellt wurden, handelt es sich immer um Qualitätshonige, die mit äußerster Sorgfalt produziert werden.
  • Inhibine
    Wirkstoffe, die das Keimwachstum unterbinden, werden als Inhibine bezeichnet. Im Honig enthaltene Inhibine sind die Pflanzenfarbstoffe, die Flavonoide und das Wasserstoffperoxyd.
  • Intine
    Die innere Wand, die den Pollen umgibt, ist die Intine. Als Exine wird die zweite Wand, die äußere, bezeichnet (siehe auch „Exine“). Beide haben eine Schutzfunktion. Sie schützen das pflanzliche Erbgut des Pollens beim Transport.
  • Invertase
    Invertase ist ein Verdauungsenzym, das sich im Honig nachweisen lässt. Es fällt bei der Verarbeitung von Zucker zu Fruktose und Glukose an.
  • Isomaltose
    In der Haemolymphe (siehe auch „Haemolymphe“) der Bienen ist Isomaltose, eine Zuckerart, enthalten, . Sie ist dem Glukosegehalt im menschlichen Blut ähnlich.

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J

  • Jahresfarbe
    Damit Imker (die in der Magazinbeute imkern) die Königin bei seiner Kontrolle schnell findet, markiert er sie mit einem Farbplättchen oder einen Farbklecks aus einem Farbstift. Dieses Plättchen gibt auch Auskunft über das Alter der Königin. Dazu gibt es fünf Jahresfarben: Weiß, Gelb, Rot, Grün und Blau. Sie werden abwechselnd verwendet. Nach Blau in 2010 ist 2011 die Farbe Weiß erneut an der Reihe, 2012 dann Gelb usw.
  • Jungvolk
    Das Bienenvolk wird im ersten Jahr auch als Jungvolk bezeichnet.
  • Juvenilhormon
    Das Juvenilhormon ist ein insektentypisches Hormon. Es steuert die Entwicklung der Insekten. Vor jeder Häutung wird die Produktion des Hormons gedrosselt und schließlich ganz eingestellt. Bei der erwachsenen Biene steuert das Juvenilhormon die Ausbildung der Geschlechtsorgane. Je nach Konzentration des Hormons in der Haemolymphe lässt sich auch das Alter einer Arbeitsbiene bestimmen.

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K

  • Kalkbrut
    Ein Schimmelpilz ist die Ursache für die Kalkbrut, eine Erkrankung der Brut. Der Pilz wächst in der Larve und umgibt sie schließlich ganz mit einem Geflecht aus weißen Pilzfäden, dem Myzel. Die Larven erinnern daher an kleine Mumien. Spätestens im Stadium der Streckmade sterben sie dann.
  • Kittharz
    Das gesammelte Harz versetzen die Bienen mit Speichel und Wachs. Mit diesem Kittharz dichten sie den Stock ab. Wegen seiner Inhaltsstoffe wird das Kittharz (Propolis) auch zunehmend in der Medizin verwendet. Besonders die Naturmedizin hat es in den letzten Jahren wiederentdeckt.
  • Königin
    Die Königin oder Weisel ist die einzige Biene im Bienenvolk, die geschlechtsreif ist. Solange sie lebt, sind die Eierstöcke der Arbeitsbienen nicht vollständig entwickelt. Ein von ihr abgesondertes Pheromon, die Königinnensubstanz, verhindert dies. Aus den von Drohnen begatteten Eiern der Königin entwickeln sich neue Arbeiterinnen oder auch eine neue Königin.
  • Königinnensubstanz
    Das in den Mandibeldrüsen der Königin entwickelte Sekret, die Königinnensubstanz, strömt einen Botenstoff aus, der die Entwicklung der Geschlechtsorgane bei den anderen Bienen unterbindet. Sie verhindert auch das Anlegen von Schwarmzellen. Die Königinnensubstanz wirkt als Pheromon, das gleichzeitig auch als Erkennungszeichen für das Bienenvolk fungiert. Für den Zusammenhalt und die Einheit des Volkes ist es von großer Bedeutung.
  • Körung
    Zur Bienenzucht muss der Imker eine so genannte Körung durchführen. Dabei bestimmt man die Körpermerkmale der Biene, erfasst ihre Rassereinheit und analysiert unter anderem Panzerzeichen, Filzbindenbehaarung und Haarlänge. Alle Merkmale werden in den Körungsbericht eingetragen.
  • Kopfdrüsensekret
    Die jungen Arbeiterinnen bereiten aus dem Sekret ihrer Kopfspeicheldrüsen und dem ihrer Mandibeldrüsen das königliche Gelee (Gelée royale) zu. Damit werden die Bienenlarven über einen Zeitraum von drei bis vier Tagen gefüttert. Königinnenlarven erhalten ausschließlich Gelée royale als Nahrung.
  • Kopfspeicheldrüse
    Die Futtersaftdrüse (siehe auch „Futtersaftdrüse“) wird auch Kopfspeicheldrüse genannt. Hier wird der Hauptbestandteil für das Gelée royale produziert. Der Futtersaft dient zur Ernährung der Larven, insbesondere aber als Nahrung für die Königinlarve.
  • Krankheiten
    Zu den wichtigsten Krankheiten der Bienen zählen die Varroose, die Amerikanische Faulbrut, die Nosematose und die Accariose. Man unterscheidet Brutkrankheiten und Erkrankungen der erwachsenen Biene. Neben Viren, Bakterien und Pilze gelten insbesondere Parasiten wie Milben als Verursacher von Bienenkrankheiten.
  • Kunsthonig
    Künstlicher Honig wird aus Rohrzucker und Stärke hergestellt. Er darf allerdings nicht mehr als Kunsthonig bezeichnet werden, sondern kommt nun als Invertzuckercreme in den Handel. Entstanden ist er zu Zeiten der Honigknappheit. Vereinzelt verwenden ihn heute noch Bäckereien.
  • Kunstschwarm
    Will der Imker ein neues Bienenvolk gründen, so regt er die Bildung eines Kunstschwarms an. Dazu fegt er die Bienen von den Brutwaben ab und sammelt sie in einer neuen Beute. Die Königin bleibt bei ihrem alten Volk. Dem neuen Jungvolk wird eine neue Königin zugesetzt.

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L

  • Labium
    Als Labium wird der untere Teil der Mundwerkzeuge bei Insekten bezeichnet. Bei stechenden und saugenden Insekten ist das Labium, die Unterlippe, häufig als Rüssel ausgebildet. Er besteht aus Labium und Maxillen, den zwei Unterkiefern. Die Unterlippe selbst ist eine behaarte Zunge mit einer kleinen Vertiefung an der Spitze. Mit dieser Vertiefung, diesem Löffelchen, tupft die Biene einzelne Tropfen auf. Größere Mengen an Flüssigkeiten saugt sie durch den Unterkieferkanal auf.
  • Lachniden
    Die Baumläuse oder Rindenläuse zählen zu den Lachniden. Sie gelten als wichtige Produzenten von Honigtau. Die Läuse leben auf Nadelbäumen wie Fichten oder Tannen. Hier setzen sie die Honigtautröpfchen ab, die dann von den Bienen gesammelt werden.
  • Lagerung
    Der Deutsche Imkerbund empfiehlt, Honig immer kühl und dunkel zu lagern. Der Deckel sollte dazu immer fest verschlossen sein, damit keine Luft und Feuchtigkeit in das Honigglas eindringen. Sie würden seinen Geschmack verändern. In einem geschlossenen Gefäß kann der Honig allerdings ohne Qualitätseinbußen über Jahre gelagert werden.
  • Larve
    Die Larve ist ein frühes Entwicklungsstadium der Biene. Sie ist weiter entwickelt als das Ei, hat aber anders als die Imago noch keine entwickelten Geschlechtsorgane und Flügel. Bei den Honigbienen ist die Larve eine Made.
  • Lecaniiden
    Ähnlich wie die Lachniden sind auch die Lecaniiden wichtige Honigtau Lieferanten für die Bienen. Die Schildläuse sitzen besonders häufig auf Fichten, sind allerdings anders als die Lachniden unbeweglich.
  • Löffelchen
    Die kleine Vertiefung an der Zungenspitze der Bienenlippe wird als Löffelchen bezeichnet. Mit dem Löffelchen nimmt die Biene kleine Flüssigkeitsmengen wie Tropfen auf (siehe auch „Labium“).

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M

  • Melezitose
    Ein Dreifachzucker, der aus 2 Molekülen Glukose besteht, die durch ein Molekül Fruktose miteinander verbunden sind. Melezitose kommt häufig im Honigtau vor und kristallisiert extrem schnell aus, sodass Honige mit einem hohen Anteil Melezitose mitunter nicht mehr geschleudert werden können. Eine geringe Menge an Melezitose gibt einem Waldhonig einen sehr typischen, vollen Geschmack.

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N

  • Nachschaffungszelle
    Nachschaffungszellen werden immer dann geschaffen, wenn eine Königin plötzlich stirbt und das Volk rasch eine neue Bienenkönigin benötigt. Diese Zellen befinden sich oft mittig auf der Wabenfläche. Bei ihnen handelt es sich um neu geschaffene Brutzellen, die nachträglich zu Weiselzellen umgewandelt wurden. Bis zum dritten Lebenstag der Maden ist eine solche Umwidmung von einer Arbeiterin zu einer Königin möglich.
  • Nassanoffdrüse
    Im hinteren Teil des Hinterleibes der Biene befindet sich die Nassanoffdrüse, eine Duftdrüse. Hier produziert die Biene in mehr als 500 Duftzellen ein Pheromon, das als Erkennungszeichen des Volkes gilt und zugleich als Markierung von Futterstellen und Wasserstellen fungiert. Dieses Drüsensekret weist auch den Weg zurück zum Bienenstock.
  • Naturwabenbau
    Seit mehr als 30 Millionen Jahren bauen Honigbienen ihre Waben aus körpereigenem Bienenwachs selbst. Der Wabenbau eines Bienenvolkes entsteht durch die Zusammenarbeit vieler Arbeiterinnenbienen. Dabei werden von den Bienen kleine Wachsplättchen auf der Bauchseite des Hinterleibssegmentes ausgeschwitzt. Diese haben etwa die Größe menschlicher Haarschuppen und sind klar durchscheinend wie Bergkristall. Die frisch gebauten Naturwaben sind nahezu schneeweiß. Der bekannte gelbliche Farbton von Bienenwachs erscheint erst mit der zunehmenden Nutzung des Wabenwerks durch die Bienen. Die Wachsdrüsen einer Biene haben ihre größte Leistungsfähigkeit zwischen dem zwölften und dem achtzehnten Lebenstag. Nach dieser Zeit bilden sich die Wachsdrüsen wieder zurück, sie können unter besonderen Umständen jedoch wieder reaktiviert werden. Hier bauen die Bienen Waben, ohne dass ein Zellenmuster vorgegeben wird. Die Bienen legen ihn überall dort an, wo Platz ist und ihnen nichts vorgegeben wird, z.B. im Baurahmen, in leeren Zargen oder natürlichen Hohlräumen.
  • Nelkenöl
    Nelenöl wird auf ein Tuch aufgetragen. Das Aroma entfaltet sich nach einiger Zeit, wenn dieses Tuch in einem verschließbarem Glas aufgehoben wird. Das Nelkenöl bewirkt bei den Bienen das gleiche, wie Rauch. Die Bienen flüchten in die Honigwaben, nehmen Honig auf und machen sich startklar für eine Flucht. In diesem Zustand sind die Bienen abgelenkt und für den Imker ungefährlich.
  • Nosemose
    Die Nosemose oder Nosematose ist eine Darmerkrankung der Bienen. Verursacher ist ein Sporentierchen im Mitteldarm, das die Biene schwächt und flugunfähig macht. Die Nosemose tritt überwiegend im Frühling auf und wird daher auch Frühjahrs-Schwindsucht genannt.

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O

  • Ocellen
    Die Punktaugen, diese winzig kleinen Augen auf der Stirn der Biene, werden Ocellen genannt. Bei ihnen handelt es sich um einfach gebaute Sinnesorgane, die besonders gut Licht wahrnehmen können. Das Punktauge, die Ocelle, besteht nur aus einer einzigen Linse mit extrem hoher Lichtstärke. So kann die Biene selbst bei Dunkelheit zum Bienenstock zurückfinden.
  • Oligosaccharide
    Kurze Zuckermolekülketten, die aus drei bis zehn verschiedenen Monosacchariden bestehen, werden auch Oligosaccharide genannte. Die langkettigen Glukosemoleküle hingegen zählen zu den Polysacchariden. Bei ihnen sind mehr als zehn Monosaccharide über Glykogene miteinander verbunden. Neben Glukose enthalten die Saccharide aber auch Fruktose oder Mannose.
  • Orientierungsflug
    Die jungen Bienen, die erstmals den Stock verlassen, fliegen zu Orientierungsflügen aus. Zur Orientierung verwendet die Biene vor allem Duftstoffe und Botenstoffe, Pheromone. Junge Drohnen brechen ebenfalls zu Orientierungsflügen auf. Sie suchen die Drohnensammelplätze auf, die von den Bienenköniginnen besucht werden. Damit die ausgeflogenen Bienen leicht zum Stock zurückfinden, führen die Bienen im Stock vor dem Flugloch einen Sterzeltanz auf, der ihren Duftstoff verbreiten soll. Außerdem prägt sich die Biene die Umgebung vom Stock ein.

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P

  • Pheromone
    Die Pheromone sind Boten- oder Duftstoffe, mit denen Lebewesen andere anlocken. Man bezeichnet sie daher auch als Sozialhormone. Bienen benutzen Pheromone, um sich untereinander zu erkennen. Sie dienen der Kommunikation, aber auch der Einheit eines Volkes. Pheromone werden aber auch zur Orientierung eingesetzt und dienen ebenfalls zur Koordination des Bienenschwarms.
  • Phospholipase A
    Neben Melittin (siehe auch „Melittin“) und Hyaluronidase, Histamin und Alarmpheromonen gehört auch die Phospholipase A zu den Bienengiften. Das Enzym, ein großes Eiweiß, zerstört die Zellwände und löst Allergien aus.
  • Pleura
    Die elastischen Flankenhäute oder Pleuren verbinden die Rückenplatte und die Bauchplatte des Bienen-Hinterleibes miteinander. Da beide aus hartem Chitin bestehen, ist die Pleura die einzige flexible Verbindung zwischen ihnen. Sie erst ermöglicht die hohe Beweglichkeit des Hinterleibs.
  • Pollenfalle
    Für die Pollenanalyse werden Pollen auch in einer speziellen Pollenfalle gesammelt. Sie saugt mit einer Vakuumpumpe Luft an. Über eine rotierende Trommel wird der Pollen aus der Luft geschleudert und bleibt auf fettbeschichteten Teststreifen haften. Mit Hilfe dieser Streifen kann er dann entnommen und unter dem Mikroskop analysiert werden. Die Pollenfallen werden aber nicht nur von Imkern verwendet, sondern dienen auch zur Prognose des Pollenflugs, eine wichtige Information des Wetterdienstes für Allergiker.
  • Propolis
    Die Propolis (altgriechisch πρό pró „vor“ und πόλις pólis „Stadt“ – wegen des häufigen Vorkommens an den Fluglöchern von Bienenstöcken), auch Vorstoß, Stopfwachs, Bienenharz, Bienenleim, Bienenkittharz, Kittharz oder Kittwachs genannt, ist eine von Bienen hergestellte harzartige Masse mit antibiotischer, antiviraler und antimykotischer Wirkung. Propolis ist ein Gemisch aus vielen unterschiedlichen Stoffen, deren Zusammensetzung stark variieren kann. Da die Insekten in einem Bienenstock auf engem Raum bei etwa 35 °C und hoher Luftfeuchtigkeit zusammenleben, herrschen dort ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Krankheiten. Deshalb dient Propolis den Bienen zum Abdichten von kleinen Öffnungen, Spalten und Ritzen sowie gleichzeitig dazu, in den Stock eingeschleppte oder vorhandene Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen in ihrer Entwicklung zu hemmen oder abzutöten. Hierzu werden verschiedene Oberflächen, wie beispielsweise das Innere der Wabenzellen für die Brut, mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen. Im Bienenstock vorhandene, von den Bienen nicht entfernbare Fremdkörper oder Unrat werden ebenfalls mit diesem Stoff abgekapselt.
    Details zum Thema
  • Puderzuckermethode
    Die Puderzuckermethode oder Staubzuckermethode ist eine bienenschonende Form der Bienenprobe zur Bestimmung des Varroamilbenbefallsgrades bei der Honigbiene. Eine bestimmte Menge von erwachsenen Honigbienen wird dazu mit Puderzucker eingestäubt, wodurch die aufsitzenden, weiblichen Varroamilben den Halt verlieren und zusammen mit dem Puderzucker von den Bienen abgesiebt und ausgezählt werden können. Die Bienen werden bei dieser Form der Diagnose nicht abgetötet und können wieder in das Volk zurückgegeben werden. 
    Details zum Thema
  • Punktauge
    Die kaum stecknadelgroßen Punktaugen der Biene werden meistens leicht übersehen. Sie sitzen oben auf der Stirn. Manchmal werden sie von den Kopfborsten sogar vollständig verdeckt. Die Punktaugen oder Ocellen dienen insbesondere der Lichtwahrnehmung. Sie sind ausgesprochen lichtstark und ermöglichen der Biene daher auch bei Dunkelheit zu fliegen.

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Q

  • Quaken
    Sobald eine neue Königin in den Weiselzellen schlupfreif ist, beginnt die alte Königin, mit ihr zu kommunizieren. Dazu erzeugt sie mit ihren Flügeln einen hellen Ton, das Quaken oder Tüten. Die schlupfreife Weise antwortet darauf ebenfalls mit einem Ton. Da der Ton in der Zelle verzerrt wird, hört sich das Ganze für den Imker wie ein Quaken an. Für die alte Königin ist dieses Geräusch das Signal, den Stock zu verlassen und auszuschwärmen.
  • Qualität
    Die Honigqualität wird anhand unterschiedlicher Parameter gemessen. So bestimmt man neben der Säure auch den Enzymgehalt und die Menge an HMF, Hydroxymethylfurfural und Wasser.
  • Qualitätskontrolle
    Die Qualitätskontrolle von Honig wird auf Grund chemischer, biochemischer und physikalischer Parameter vorgenommen. Weitere wichtige Kriterien sind aber auch Geruch und Geschmack. Die Sortenreinheit wird über eine Pollenanalyse bestimmt.

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R

  • Rapshonig
    Raps gehört zu den Massentrachten. Rapshonig gehört daher zu den Honigen, die in Deutschland neben Kleehonig am häufigsten produziert werden. Er ist mild und wegen seines leicht süßlichen Aromas besonders beliebt. Rapshonig ist cremig und hat eine helle, fast weiße Farbe. 
  • Rauchgeschmack
    Ein Rauchgeschmack beim Honig ist ein Fremdgeschmack. Er wird auch als Fehlgeschmack bezeichnet. Er weist auf Fehler bei der Honigernte hin. Während der Honigernte sollte der Imker weder die Imkerpfeife noch den Smoker benutzen. Der Honig nimmt sonst den Rauchgeschmack an und lässt sich nicht mehr verwenden.
  • Reinigungsflug
    Nach dem Winter unternehmen die Bienen einen Reinigungsflug. So nennt man ihren ersten Ausflug nach dem Winter, mit der die Winterruhe beendet wird. Die Biene reinigt sich dabei. Sie entleert auch ihren Darm.
  • Rüssel
    Die Rüssel der drei Bienenwesen sind höchst unterschiedlich. So ist der Rüssel der Königin ausgesprochen kurz. Sie wird ihr Leben lang gefüttert und muss nicht selbst Futter suchen. Die Drohnen können selbständig Nektar aufnehmen. Ihr Rüssel ist länger. Den längsten Rüssel aber haben die Arbeiterinnen. Ihr Rüssel ist ein Multifunktionswerkzeug, mit dem sie Nahrung aufnehmen und abgeben, Waben bauen und reinigen.
  • Rundmade
    In den ersten Tagen nach dem Schlüpfen aus dem Ei hat die Bienenlarve die Form einer Rundmade. Sie liegt gekrümmt in der Brutzelle. Erst am sechsten Tag streckt sich die Larve und wird zur Streckmade.
  • Rundtanz
    Durch den Rundtanz löst die Biene Alarm aus. Dazu bewegt sie sich abwechselnd rechts und links herum im Kreis. Der Rundtanz kann aber auch auf eine Trachtquelle aufmerksam machen. Dann jedoch findet er in ihrer unmittelbaren Nähe statt, maximal in einer Entfernung von 150 Metern.

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S

  • Säuregehalt
    Der Säuregehalt eines Honigs gibt Auskunft über seine Qualität. Von Natur aus ist der Honig säurearm. Er enthält lediglich etwas organische Säure. Die Honigverordnung schreibt vor, dass ein Honig maximal 50 Milliäquivalente Säuregehalt pro Kilogramm Honig enthalten darf. Zur Bestimmung des Säuregehalts misst man den pH-Wert des Honigs. Er liegt bei allen Honigen unterhalb des Wertes 7. Je niedriger der Wert, umso höher der Säuregehalt. Blütenhonige weisen einen pH-Wert von 3,2 bis 4,5 auf, während Honigtauhonige einen pH-Wert von 4 bis 5,4 haben. Sie enthalten also etwas weniger Säure. Die Bestimmung des Säuregehalts kann der Imker mit einem speziellen pH-Meter selbst durchführen oder aber im Labor vornehmen lassen.
  • Sammelbiene
    Die Sammelbienen unter den Arbeiterinnen sind für die Nahrung verantwortlich. Sie sammeln Pollen, Nektar und Honigtau und versorgen das Bienenvolk auch mit Wasser. Die Sammelbienen sind bereits erfahrene Bienen. Erst in der zweiten Lebenshälfte wird die Arbeiterin im Stock zur Sammelbiene.
  • Schiffsrumpfleiste
    Um den Bienen eine sogenannte Bauvorgabe in einer Beute zu geben, werden Leisten und/oder Rähmchen genutzt, auch Schiffsrumpfrähmchen. Diese haben ein geschwungenes Profil, das ähnlich eines Schiffrumpfes ist; daher die Bezeichnung. Bei diesen Profilleisten wird es den Bienen durch die große Fläche sehr gut ermöglicht, Naturwabenbau zu realisieren. Dadurch werden Wachsspuren oder ganze Wachsstücke im Honig fast vollständig vermieden. Durch die 10mm der Abstandshalter haben auch diese Leisten einen identischen Abstand wie die Leisten im unteren Brutraum, die mit Wachsmittelstreifen versehen sind.
  • Schwänzeltanz
    Die Tanzsprache der Bienen ist äußerst komplex. Neben dem Rundtanz und dem Zittertanz verwendet die Biene den Schwänzeltanz. Mit ihm informiert sie die anderen Bienen über eine neue Tracht. Sie teilt im Tanz nicht nur die genaue Lage und die Entfernung mit, sondern gibt auch Auskunft über die Menge und die Qualität der gefundenen Futterstelle. Dazu bewegt sich die Biene in Form von Halbkreisen fort. In der Verbindung zwischen den Halbkreisen bewegt sie ihren Hinterleib von rechts nach links, sie schwänzelt.
  • Schwärmen
    Bemerkt die alte Königin, dass die neue Bienenkönigin bald schlüpft, so bildet sie mit einem Teil des Volkes einen neuen Schwarm und schwärmt aus. Zur Orientierung sammelt sich der Schwarm erst einmal in der Nähe des alten Bienenstocks. Spurbienen, das sind die Scouts unter den Bienen, werden losgeschickt, um nach einer neuen Unterkunft Ausschau zu halten. Der Schwarm fliegt dann dorthin und verliert damit jeglichen Kontakt zu seinem alten Bienenstock. Das Schwärmen dient also der Teilung des Bienenvolks und damit seiner Vermehrung.
  • Schwarmzeit
    Die Teilung der Bienenvölker geschieht meist im Sommer, also in der Zeit, wenn das Bienenvolk am größten ist. Meistens schwärmen die Bienen von Mai bis Juni, manchmal hinein bis in den Juli. Selten kommt es vor, dass die Bienen mehr als einmal im Jahr schwärmen.
  • Sekret
    Die Honigbiene hat fünf Sinne. Sie schmeckt, riecht, sieht, fühlt und spürt Vibrationen. Ein eigentliches Gehör hat sie nicht. Sie verfügt damit nur über ein sehr eingeschränktes Hörvermögen. Auch ihr Sehvermögen ist begrenzt. Sie nimmt zwar Bewegungen und Licht deutlich wahr, ihr räumliches Sehvermögen ist allerdings sehr eingeschränkt. Details sieht sie nur aus unmittelbarer Nähe. Sehr sensibel ist die Honigbiene jedoch, was Gerüche und Düfte anbelangt. Sie verfügt über ein ausgesprochen gutes Duftgedächtnis. Das Tastorgan der Biene sind ihre Fühler. Hier sitzen besonders viele Nervenzellen.
  • Smoker
    Der Smoker ist ein kleines Gerät, das Rauch erzeugt. Im Gegensatz zur Dathepfeife verteilt sich der Rauch nicht mit dem Atem des Imkers, sondern wird über einen Blasebalg in den Raum geblasen. Der Smoker hat die traditionelle Imkerpfeife längst abgelöst.
  • Sommerbiene
    Als Sommerbienen werden Arbeiterinnen bezeichnet, die vom Frühjahr bis zum Ende des Sommers schlüpfen. Die Lebenserwartung der Sommerbiene beträgt circa fünf bis sechs Wochen. Das erklärt, weshalb es in den sechs Sommermonaten deutlich mehr Generationen von Sommerbienen als Winterbienen in den Wintermonaten gibt. Die Sommerbiene durchlebt diese Aufgaben als Arbeiterin: Zunächst ist sie als Putzbiene aktiv. Dach als Ammenbiene, Honigmacherin und auch als Baubiene. Dann erfolgt ihr Einsatz als Wächterin am Flugloch. Zuletzt ist sie als Flug- und Sammlerbiene für das Volk tätig. Wenn sie ausfliegt gilt es Tracht aus Nektar und Pollen zu sammeln. Um all diese Arbeit zu schaffen, schlüpfen täglich bis zu 2.000 Bienen; somit wächst das Volk im Sommer auf bis zu 50 bis 50.000 Tiere. Alle zusammen bereiten die Brut und Vorräte für das Überleben des Volks auf.
  • Sommerhonig
    Honig, der in den Sommermonaten geerntet wurde, wird oft als Sommerhonig bezeichnet. Sommerhonig ist daher überwiegend Blütenhonig von Wald- und Wiesenpflanzen, die im Juni oder Juli blühen. Er ist meist mild und hat ein zartes Aroma. Ist der Sommer besonders heiß, wird mehr Honigtauhonig produziert. Er ist im Geschmack kräftiger und auch von einer dunkleren Farbe.
  • Sortenhonig
    Der Begriff Sortenhonig ist genau festgelegt. Als Sortenhonige dürfen laut Honigverordnung alle Honige bezeichnet werden, die vollständig oder überwiegend aus einer Quelle stammen. Anhand der Pollen, der Farbe, der Konsistenz des Honigs, seinem Zuckergehalt und dem Geruch kann der Experte nachweisen, ob es sich tatsächlich um einen Sortenhonig handelt. Zu den Sortenhonigen zählen Akazien- und Heidehonig, Kastanienhonig, Klee-, Linden- und Rapshonig, Tannenhonig und Waldhonig.
  • Speicheldrüse
    Die Biene besitzt zwei Speicheldrüsen, die Kopfspeicheldrüse und die Brustspeicheldrüse. Das Sekret der Kopfspeicheldrüse ist ölig, das der Brustspeicheldrüse eher wässrig. Die Speicheldrüsen haben die Aufgabe, feste Nahrung so aufzubereiten, dass sie von der Biene verarbeitet werden kann. Dazu werden Enzyme, also Verdauungssäfte zugefügt. Sie schließen die Nahrungsbestandteile auf und machen sie für den Körper verfügbar. Der Speichel wird auch dazu verwendet, Honig und Honigtau anzufeuchten, um ihn zu lösen oder zu reinigen.
  • Spurbiene
    Der Wegweiser unter den Flugbienen ist die Spurbiene. Sie ist mit der Aufgabe befasst, neue Trachten ausfindig zu machen oder für den Schwarm eine neue Behausung zu finden. Als Spurbienen arbeiten nur ältere, erfahrene Bienen. Sind die Spurbienen fündig geworden, kehren sie zurück und führen einen Tanz auf. Haben mehrere Spurbienen unterschiedliche Futterstellen gefunden, so entscheidet die Intensität des Tanzes darüber, welche davon ausgewählt wird. Die Spurbiene ist der Scout unter den Bienen. 
  • Stachel
    Der Giftstachel der Biene gilt nur zu ihrer eigenen Verteidigung. Da der Giftstachel eine Weiterentwicklung des Eiablagestachels ist, verfügen nur weibliche Bienen über ihn. Drohnen haben keinen Stachel. Die Bienen verwenden den Stachel, um ihre Beute zu lähmen. Nur so können sie sie transportieren oder verspeisen. Da die Bienen aber fast ausschließlich Vegetarierinnen sind, kommt der Stachel nur dann zum Einsatz, wenn sie sich verteidigen müssen.
  • Sterzeldrüse
    Die Sterzeldrüse oder Nassanoffsche Drüse (siehe auch „Nassanoffsche Drüse“) gibt die Pheromone ab, anhand derer sich die Arbeiterinnen im Stock orientieren. Nach Orientierungsflügen oder bei der Suche nach einer neuen Behausung machen die Bienen einen Sterzeltanz. Dazu heben sie den Hinterleib an und wedeln mit den Flügeln, um den Duft aus der Sterzeldrüse zu verteilen. Er gilt als Wiedererkennung und wird auch dazu benutzt, um neue Trachten zu kennzeichnen oder die Behausung zu markieren.
  • Stigmen
    Die Atemöffnungen der Tracheen sind die so genannten Stigmen. Von hier aus wird die Luft in Luftsäcke weitergeleitet. Von dort wird sie dann über feinste Luftröhrchen, den Tracheolen, ins Körperinnere geführt. Auf diese Weise wird die Biene mit Sauerstoff versorgt. Über die Stigmen gelangt auch überflüssiges Kohlendioxid wieder nach außen.
  • Stockbiene
    Als Stockbienen werden alle Bienen bezeichnet, die ihre Arbeit im Bienenstock verrichten. Dazu zählen die Wächterinnen, die Baubienen, die Ammenbienen und die Putzbienen ebenso wie die Honigmacherinnen. Die Honigmacherinnen übernehmen von den Sammlerinnen den Ertrag an Pollen, Nektar und Honigtau und verarbeiten ihn weiter.
  • Stockkarte
    Zur Kontrolle des Bienenvolkes ist eine Stockkarte hilfreich. Als solche bezeichnet man jegliche Aufzeichnungen des Imkers über den Zustand des Bienenvolkes, seine Veränderungen, Krankheiten und Besonderheiten. In der Regel führt der Imker für jedes Bienenvolk eine eigene Stockkarte.
  • Stockmeißel
    Zum Werkzeug eines Imkers gehört auch ein Stockmeißel. Mit ihm lassen sich fest sitzende oder klemmende Teile in der Beute lösen. Nicht selten haben die Bienen Rahmen oder Leisten mit ihrem Kitt so fest verankert, dass der Imker sie ohne Hilfsmittel nicht lösen kann. Mit dem Stockmeißel lassen sie sich jedoch meist ganz leicht aushebeln. Auf der Rückseite des Stockmeißels befindet sich übrigens eine scharfe Klinge. Sie lässt sich hervorragend dazu einsetzen, um Wachs abzukratzen oder Propolis abzuschaben.
  • Streckmade
    In den ersten Tagen schwimmt die Larve gekrümmt in ihrer Brutzelle. Mit ihrem Wachstum streckt sie sich zunehmend. Arbeitsbienen erreichen das Stadium einer Streckmade in der Regel am sechsten Tag.
  • Strickleiternervensystem
    Das Nervensystem der Biene ist wie eine Strickleiter aufgebaut. Die Nerven laufen in Paaren an der Bauchseite entlang. Kleine Nervenknoten sind der Ausgangspunkt für die Weiterleitung über Nervenstränge in den Körper. Sie sind so regelmäßig angeordnet, dass man auch von einem Strickleiternervensystem spricht.

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T

  • Tanzsprache
    Die Kommunikation der Bienen läuft über Pheromone, Duftstoffe, und die Tanzsprache. Rundtanz, Schwänzeltanz und Zittertanz übermitteln unterschiedliche Informationen. So werden neue Trachtquellen kommuniziert, aber auch detailliert Lage, Entfernung, Quantität und Qualität beschrieben. Die Schwarmbienen teilen den anderen in Tanzform mit, wo sich eine Möglichkeit für eine neue Behausung findet. Für Außenstehende wirkt der Tanz oft unstrukturiert. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Tanzsprache jedoch um ein höchst komplexes, elaboriertes Kommunikationssystem.
  • Tergit
    Die Rückenplatte des Bienenhinterleibs wird Tergit genannt. Mit der Bauchplatte (siehe „Sternit“) ist sie über elastische Häute verbunden.
  • Tergittaschendrüse
    Zwischen den Rückenschuppen, den Tergiten, sitzen bei der Bienenkönigin die Tergittaschendrüsen. Sie sondern ein ganz besonderes Sekret ab, den Königinnenduft, der die Drohnen anlockt. Zusammen mit der Königinnensubstanz (siehe auch „Königinnensubstanz“) gilt der Königinnenduft als Indikator dafür, dass das Bienenvolk eine lebende Königin hat.
  • Thixotropie
    Im Thorax, also in der Brust der Honigbiene befindet sich der Muskelapparat. Die meisten Muskeln werden für das Fliegen benötigt, die übrigen für das Atmungssystem. Im Thorax sind aber auch Schlagader und Darm sowie unzählige Nervenstränge angesiedelt. Die Brust bildet also sozusagen das Zentrum des Bienenkörpers.
  • Tracheen
    Das Atmungssystem der Biene funktioniert über Tracheen, das ist ein dichtes Röhrennetz, über das der Körper mit Sauerstoff versorgt wird. Über die Atemöffnungen (siehe auch „Stigmen“) geschieht der Luftaustausch.
  • Tracheenmilbe
    Die Atemöffnung der Bienen wird leider auch von Parasiten als Eingang benutzt. So gibt es eine bestimmte Milbe, die Tracheenmilbe, die sich genau dort ansiedelt. Sie hinterlässt ihren Speichel in den Tracheen. Die Folge: eine Blutvergiftung bei der Biene. Der Speichel der Milbe ist nämlich giftig. Der Imker erkennt die Krankheit daran, dass die Bienen zunehmend schwächer werden und nicht mehr fliegen können.
  • Tracht
    Die Gesamtheit der Nahrungsquellen, also Pollen, Nektar und Honigtau werden als Tracht bezeichnet. Eine reiche Tracht bedeutet auch eine große Honigernte. Große Flächen an Blühpflanzen bezeichnet man daher auch als Massentracht, kleine, spärliche als Läppertracht. Bei der Honigproduktion spricht man auch von Frühtracht, Sommertracht und Spättracht, unterscheidet also nach Erntezeitpunkt.
  • Trehalose
    Trehalose ist ein Zucker mit zwei Glukosemolekülen. Sie ist der Glukose in unserem Blut, dem Blutzucker, ähnlich. Trehalose kommt auch in der Haemolymphe der Bienen vor.
  • Trisaccharide
    Trisaccharide oder Dreifachzucker setzen sich aus unterschiedlichen Einfachzuckern zusammen. Doch in der Natur kommen Dreifachzucker so gut wie nie vor. Lediglich im Honigtau kann man gleich drei verschiedene Trisaccharide nachweisen. Sie stammen wahrscheinlich von den Blattläusen oder aber von Bakterien. 
  • Trophallaxis
    Die Trophallaxis, der soziale Futteraustausch unter den Honigbienen, hat mehrere Funktionen. Zum einen stellt er sicher, dass allen Bienen im Stock die gleiche Menge an Futtervorrat zur Verfügung steht. Zugleich dient der soziale Futteraustausch der Kommunikation untereinander. Durch die Weitergabe des Futters erfährt die Biene Details zu den Besonderheiten der Tracht, ihrem Zuckergehalt, ihrem Geruch. Außerdem werden bei der Trophallaxis Pheromone ausgetauscht, die die Zugehörigkeit zum Volk signalisieren und für Harmonie und Einheit sorgen.
  • Tüten
    Das Tüten oder Quaken (siehe auch „Quaken“) bezeichnet ein Geräusch, das die Königinnen machen. Kurz vor dem Schlüpfen der neuen Königin beginnt die alte Königin, mit der jungen zu kommunizieren. Sie presst Luft zusammen und flattert mit den Flügeln und erzeugt somit einen hellen Ton, das Tüten. Die andere Königin antwortet. Durch die Verzerrung des Tons im Stock entsteht dabei das von Imkern so bezeichnete Quaken. Dies ist das Signal für die alte Königin, den Stock mit ihrem Schwarm zu verlassen.

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U

  • Umlarven
    Zur Zucht von Bienenköniginnen setzt der Imker junge Larven aus den Brutlarven um in künstliche Weiselzellen oder Weiselnäpfchen. Die Ammenbienen ernähren die Larven daraufhin wie die Königinnen. Da das Erbgut der Larven identisch ist, entscheidet allein ihre Lage in Brut- oder Weiselzelle darüber, wie sie von den Arbeiterinnen aufgezogen wird. Auf diese Weise lassen sich beliebig viele Königinnen heranziehen.
  • Umweiseln
    Tauscht der Imker die Königin aus, so nennt man das Umweiseln. Wird dieser Austausch vom Bienenvolk selbst vorgenommen, spricht man von einer stillen Umweiselung.

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V

  • Varroamilbe
    Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist eine (als adultes Weibchen) ca. 1,1 Millimeter lange und 1,6 Millimeter breite Milbe aus der Familie Varroidae, die als Parasit an Honigbienen (Apis mellifera und Apis cerana) lebt. Die Milbe entwickelt und vermehrt sich in der verdeckelten Brut im Bienenstock. Der Befall von Bienenvölkern durch die Milbenart wird als Varroose (alter Name: Varroatose) bezeichnet. Varroa destructor gilt als der bedeutsamste Bienenschädling weltweit.
    Details zum Thema
  • Varroose
    Ist ein Bienenvolk von der Varroa-Milbe befallen, spricht man von der Varroose. Der Imker bekämpft sie, indem er zeum Beispiel die Drohnenbrut aus dem Bienenvolk entfernt. Ihre Brut ist besonders stark von der Varroa-Milbe befallen. Zur Bekämpfung der Varroose ist seit einigen Jahren aber auch die Verwendung von Ameisensäure zugelassen. Die Behandlung mit Ameisensäure sollte allerdings erst nach der letzten Honigernte erfolgen. Dann bedampft man den Bienenstock im Abstand von etwa einer Woche zwei Mal mit der Säure, die die Milben abtötet. Eine weitere Methode ist die totale Brutennahme im Sommer. Hier werden die Bienen mit der Königin auf neue Mittelwände gesetzt und die Brut mit den Milben entfernt.
  • Ventiltrichter
    Der Ventiltrichter ist Teil der Honigblase. Er gibt gefilterte Flüssigkeit an den Mitteldarm weiter, wo die Verdauung stattfindet. Der Ventiltrichter stellt aber auch die flüssigen Portionen bereit, die die Bienen im sozialen Futteraustausch miteinander austauschen.
  • Verdauungstrakt
    Der Verdauungstrakt der Honigbiene besteht aus Vorderdarm, Mitteldarm und Enddarm. Hier wird die aufgenommene Nahrung zuerst aufgeschlossen, also für den Körper zugänglich gemacht, und dann absorbiert. Die Honigblase spielt dabei eine besondere Rolle. Sie ist beim Vorderdarm angesiedelt. In ihr transportiert die Biene Flüssigkeiten wie Wasser, Nektar oder Honigtau. Ein Druck auf die Honigblase ermöglicht die Weitergabe des Inhalts an andere Bienen.
  • Vermehrung
    Wenn die Größe des Volkes ihren Höhepunkt erreicht und Massentrachten für ausreichend Nahrung sorgen, ist die Zeit zur Vermehrung gekommen. In den Monaten Mai und Juni oder Juli wachsen die neuen Königinnen heran. Die alten Königinnen verlassen mit ihrem Schwarm den Stock. Das Bienenvolk teilt sich und vermehrt sich.
  • Volk
    Ein Honigbienenvolk besteht in der Regel aus bis zu 40.000 Bienen, darunter fast ausschließlich weibliche Bienen. Lediglich in den Sommermonaten werden Drohnen herangezogen. Das Bienenvolk oder Bien bildet eine Einheit. Manche vergleichen es mit einem lebenden Organismus. Jedes Rädchen greift ins andere. Die Arbeitsteilung unter den Bienen sorgt dafür, dass alle Aufgaben ausgeführt werden: so zum Beispiel die Pflege der Brut, das Sammeln von Nahrung, die Weiterverarbeitung zu Honig und die Anlage von Nahrungsvorräten. Wichtigstes Instrument dafür ist eine funktionierende Kommunikation.

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W

  • Wachsdrüse
    Arbeiterinnen haben acht Wachsdrüsen an ihrem Hinterleib. Diese sind aktiv, wenn die Arbeitsbienen als Baubienen eingesetzt werden. Dann produzieren sie kleine Wachsplättchen, mit denen die Biene Waben baut, kittet und repariert.
  • Wachsplättchen
    Das Bienenwachs, die Wachsplättchen, wird in den Wachsdrüsen der Arbeiterinnen produziert. Es ist ein Gemisch aus Alkoholverbindungen und Säuren. Ausgeschieden wird es in Form kleiner Plättchen, die unter Zugabe von Eiweiß aus dem Speichel geschmeidig gemacht werden. Jedes einzelne Wachsplättchen hat ein Gewicht von etwa 0,0008 Gramm. Für die Herstellung von einem Kilogramm Bienenwachs werden 150.000 Bienen benötigt.
  • Wächterbiene
    Zwischen dem 18. und dem 21. Tag ihres Lebens übernimmt die Arbeitsbiene die Aufgabe als Wächterbiene. Nun ist der richtige Zeitpunkt gekommen und ihre Giftblase ist prall gefüllt. Die Wächterin hält sich unmittelbar in der Nähe des Flugloches auf und kontrolliert jeden, der in den Stock will. Nähert sich ein fremdes Insekt oder ein Eindringling, richtet sich die Wächterbiene auf und bedroht ihn mit ihrem Stachel. Im Notfall ruft sie auch andere Bienen zu Hilfe. Dazu sondert sie Alarmpheromone ab.
  • Waldhonig
    Dieser stammt nicht von Blütenpflanzen, sondern von dem Honigtau der Nadelbäume, also von tierischen Ausscheidungen. Er enthält weniger Traubenzucker und ist daher zumeist von flüssiger Konsistenz. Er ist auch dunkler gefärbt und kräftiger im Geschmack.
  • Wassergehalt
    Der Wassergehalt eines Honigs gilt als Qualitätsmerkmal. Enthält der Honig zu viel Wasser, ist er höchstwahrscheinlich zu früh geerntet worden. Die Honigverordnung sieht daher vor, dass der Wassergehalt des Honigs maximal 18 Prozent beziehungsweise 20 Prozent nicht überschreiten darf. Ausgenommen davon ist Heidehonig.
  • Weisel
    Die Weisel ist die Bienenkönigin des Volkes. Sie ist als einzige der Bienen geschlechtsreif. Aus ihren Eiern entstehen die neuen Arbeiterinnen und Königinnen des Biens. Damit die Weisel in der Weitergabe ihres Erbgutes nicht mit anderen Bienen konkurrieren muss, sondert sie die Königinnensubstanz ab. Das ist ein Pheromon, das die Entwicklung der Geschlechtsorgane bei den anderen Bienen unterbindet. Gleichzeitig ist es das Erkennungszeichen des Bienenvolkes.
  • Weiselfuttersaft
    Der Weiselfuttersaft oder Gelée royale (siehe auch „Gelée royale) gilt als wertvollste Nahrungsquelle der Bienen. Die jungen Arbeiterinnen bereiten den Saft aus ihrem Kopfspeicheldrüsensekret zu. Dieses wird mit der Flüssigkeit aus den Mandibeldrüsen versetzt und dann an die Königinnenlarven verfüttert. Sie werden ausschließlich zeit ihres Lebens mit dem Weiselfuttersaft ernährt. Die anderen Larven erhalten die hochwertige Nahrung nur für wenige Tage.
  • Weiselzelle
    Als Weiselzelle wird die Zelle bezeichnet, in der eine Bienenkönigin gezüchtet wird. Die Zelle ist größer als die anderen und wird deshalb häufig auch am Rand einer Wabe angelegt. Typischerweise hat die Weiselzelle anders als die anderen Zellen eine Öffnung nach unten. Die Weiselzelle wird auch Schwarmzelle genannt, da sie eine junge Königin heranzieht, die die alte verdrängen wird. Ist die junge Bienenkönigin reif zum Schlüpfen, verlässt die alte Königin mit einem Teil des Bienenvolkes, dem Schwarm, den Bienenstock. Der Schwarm gründet dann an anderer Stelle einen neuen Bien.
  • Winterbiene
    Die Winterbienen schlüpfen ab Einzug des Herbsts. Obgleich es sich die gleichen Honigbienen wie im Sommer handelt, haben diese ganz andere Aufgaben. Allen voran ist das Überleben der Königin im Winter, da Honigbienen keinen Winterschlaf halten. Bei Temperaturen um 10 Grad im Stock versammeln sich die Winterbienen rund um die Königin zur "Wintertraube". Diese legt auch dann weiter Eier. Sollte es zu kalt werden wärmen die Winterbienen den Stock durch intensives Zittern der Flugmuskulatur. Wie vielleicht von Kaiserpinguinen in der Antarktis bekannt, rotieren auch die Bienen, sodass die kalten Bienen außen an der Wintertraube in die Mitte wandern, um sich aufzuwärmen. Dort ist es zumeist 30 °C oder mehr. Wenn die Temperatur der Traube auf 10 °C sinkt, beginnt das Zittern der Bienen erneut bis wieder ca. 30 °C erreicht sind. In den Wintermonaten ernährt sich das Volk von den Vorräten, die im Sommer eingetragen wurden. Die Winterbienen bleiben den gesamten Winter im Stock. Ihren Kot sammeln sie währenddessen in ihrer Kotblase und entleeren diese beim sogenannten "Reinigungsflug" nach dem Winter. Da die sehr anstrengenden und gefährlichen Flüge wie im Sommer entfallen, leben Winterbienen bis zu acht Monate.
  • Winterruhe
    Im Winter befindet sich keine Brut im Bienenstock. Sinken die Temperaturen unter ein gewisses Maß, so ziehen sich die Bienen vollständig in ihren Stock zurück. Damit die Temperatur im Inneren nicht unter 20°C absinkt, rücken sie dicht zusammen und wärmen die Königin. Dabei rotieren die Arbeiterinnen ständig, damit sie nicht zu stark auskühlen. Bienen halten also keinen Winterschlaf.
  • Wintertraube
    Im Winter und bei kalten Temperaturen ziehen sich die Bienen in ihren Stock zurück. Um die Temperatur im Bienenstock konstant zu halten, bilden sie eine Traube, die Wintertraube. Im Zentrum der Traube befindet sich die Königin. Alle anderen Bienen bewegen sich ständig und rotieren, damit die außen sitzenden Bienen nicht zu sehr abkühlen. 

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  • Zarge
    Die Magazinbeuten haben die Arbeit des Imkers stark erleichtert. Sie bestehen aus mehreren Zargen. In jeder Zarge hängen meist bis zu elf Rähmchen. Diese Holzrähmchen sind genormt und können daher zwischen den Beuten ausgetauscht werden. Sie kann man fertig kaufen. Der Imker muss sie dann nur noch mit Draht verspannen, Mittelwände aufsetzen und befestigen und die Rähmchen in die Zarge einhängen.
  • Zeidler
    Die Zeidler waren die Vorgänger der Imker. Sie waren im Mittelalter die ersten Honigsammler. Die Zeidler hielten aber keine eigenen Bienen, sie ernteten lediglich den Honig von wilden Bienenvölkern.
  • Zittertanz
    Neben Rundtanz und Schwänzeltanz ist der Zittertanz das dritte Element der Tanzsprache bei den Bienen. Haben die Sammelbienen eine besonders ertragreiche Tracht ausfindig gemacht, verkünden sie dies im Stock über ihren Zittertanz. Damit wird auch mitgeteilt, dass man nun mehr Nahrung sammeln wird, als im Bienenstock verarbeitet werden kann. Die Aufgaben unter den Arbeitsbienen müssen daher zum Teil neu verteilt werden.
  • Zucht
    Bei der Bienenzucht muss der Imker geeignete Königinnen und Drohnen für das neue Bienenvolk auswählen. Dazu muss der Imker sein Bienenvolk eingehend beobachten und sich Notizen über den Zustand des Volkes machen. Je nach Zuchtziel legt er dabei auf unterschiedliche Eigenschaften Wert. Manche Imker wählen die Bienen nach ihrer Sanftmut aus, andere nach ihrer Winterfestigkeit oder ihrer Schwarmneigung. Die Zuchtwahl oder Körung erfolgt schließlich aufgrund der Einschätzung des Imkers bezüglich der Qualität des Erbguts.
  • Zusetzkäfig
    Das kleine Kästchen, in dem man eine Königin zusammen mit ein paar Arbeiterinnen zu einem neuen Volk transportiert, wird Zusetzkäfig genannt. Es ist geschlossen, allerdings ist eine Seite lediglich mit einem feinen Maschendraht versehen. Damit ist sichergestellt, dass die Bienen ausreichend Luft bekommen. Der Zusetzkäfig wird auch dazu benutzt, einem weisellosen Bienenvolk eine neue Königin zu bringen.

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Hinweis zum Lexikon

Dieses Lexikon hebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder auf sich darauf berufbares Wissen!

Es wird erst seit Ende Februar 2026 als Hobby und Freude am Thema Bienen und Imkerei langsam aufgebaut. Oft werden Texte anderer Seiten kurz angerissen und dann am Ende des Textes ein Link zu dieser Seite genannt, um das Thema vertiefen zu können. Gerne nehme ich Ihre Gedanken, Anmerkungen und Ideen mit auf.

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